Bauherrschaft: Sozialwerk Pfarrer Sieber
Baujahr: 1980
Ausführung: 2024 – 2025
Für das Sozialwerk Pfarrer Sieber entsteht das erste Gassenzentrum in Zürich. Hier sollen Menschen, die obdachlos oder von Armut betroffen sind und ihren Lebensmittelpunkt auf der Strasse haben, einen Ort finden, wo sie tagsüber Unterstützung erhalten und Gemeinschaft erleben können. Das Herzstück des Hauses bildet ein Gassencafé, wo jeden Tag warmes Essen ausgegeben wird. Daneben stehen Duschen und ein Wäschesalon zur Verfügung. Im Weiteren trägt eine Arztpraxis, eine Lebensmittel- und Kleiderabgabestelle zusammen mit einer Sozialberatung dazu bei, die materiellen Grundbedürfnisse und die psychosoziale Situation der Klienten etwas zu verbessern.
Das Haus beherbergt in den obersten drei Geschossen auch vierzehn Klein- wohnungen.
Neben dem umfassenden Umbau für das Pfarrer Sieber Huus musste das bestehende Gebäude aus den 80er Jahren auch energetisch und haustechnisch auf den neusten Stand aufgerüstet werden. Die Heizung wurde auf Fernwärme umgestellt und eine Photovoltaikanlage leistet einen Beitrag an die Stromproduktion.
Ausserdem wurde ein Anbau und eine Aufstockung um ein zusätzliches Vollgeschoss mit Dachgeschoss in Holzelementbauweise erstellt.
Die Fassadengestaltung tritt gegenüber früher mit grösseren Fensterflächen und einem mit Klinker belegtes farbiges Eingangsgeschoss prägnanter in Erscheinung. Damit kann das Haus seinen Platz in diesem bunten, lebendigen Quartier gut behaupten.
Auf dem dicht bebauten Grundstück im städtisch geprägtem Industriequartier hat es wenig Platz für Grünraum. Mit einer Umgestaltung der vorhandenen Flächen, neuen Baumpflanzungen und zusätzlichen, extensiv begrünten Flächen auf dem Dach wird trotzdem eine Aufwertung der Umgebung erreicht.
Beitrag auf SRF Regioaljournal: